| | Liebe Besitzer des Hofes Nr. 27 in Kleingießhübel! Ich war am Pfingssamstag wieder einmal in meinem geliebten Kleingießhübel, in das ich mit meinen Eltern und Geschwistern von 1953 - 1960 in den Urlaub fuhr, bis 1963 in den Ferien bei Arthur Christmann in der Landwirtschaft half und später sporadisch Besuche mit meiner Familie unternahm. Ich sprach am Samstag auch mit einer Frau vom Hof und bot ihr Bilder an. Nun habe ich die Chronik von Kleingießhübel gesehen. Was die Geburtsurkunde eines Christmann ohne Erklärung dort soll, weiß ich nicht. Natürlich ist der Hof mit diesem Namen verbunden, aber Arthur Christmann kam aus der Lausitz und hat das Gut seines Onkels meines Wissens namens Ehrlich übernommen und mit viel Fleiß aufgebaut. 1960 haben ihm die Kommunisten mit der LPG im Prinzip alles weg genommen, nachdem er durch den Deckbullen, den er hielt und der ihn schlimm zurichtete, schon gesundheitlich schwer angeschlagen war. Alles, was ich weiß, kann ich hier aus Gründen des Datenschutzes nicht nieder schreiben. Es ist eine von den vielen Geschichten schlimmer DDR-Vergangenheit! Ich denke zu Sohn Werner ist der Kontakt auch nicht so gut, leider. Arthur ist 1977 verbittert gestorben und liegt auf dem Friedhof in Reinhardsdorf, aber das dürfte ja bekannt sein. 1997 noch habe ich mit dem Posaunenchor, den ich leite, an seinem Grab und auf der Höhe über dem Hof geblasen. Dort stand früher, unweit vom Wochenendhaus (das ich immer haben wollte, ich sollte ja nach Arthurs Willen den ganzen Hof erben) eine Bank. Dort blies mein Vater im Urlaub früh und abends immer Choräle und Volkslieder, teils zweistimmig mit meinem großen Bruder, der gestern 70 geworden wäre. Übrigens kann man die Bilder von 1997 unter www.Pauluskirche-Zwickau/ Kirchenmusik/Rückblicke/Chorchronik/Bilder finden. Wenn diese Geschichte jemand interessiert, bitte ich mit mir Kontakt aufzunehmen. Tel. 0375 296732 Da ich im Gästebuch bin, wenigstens noch mein letzter Eintrag aus den 1990er Jahren ins Christmannsche Gästebuch, für Else, Arthurs 2. Ehefrau (die erste ist schon in der Lausiz gestorben), vielleicht geht er dann nicht verloren: An Kleingießhübel, dem so geliebten Ort, hängt viel Erinnerung...: Das Feld, der Wald, der kleine Friedhof dort... Es hat sich viel verändert, in all den Jahren. Geblieben ist die Gastfreundschaft, die wir erfahren. Und noch, was mein Vater einst schrieb und ich immer wieder zitiere, weil er, kein Freund der Camperei, mit 55 Jahren im Zelt übernachten musste, weil selbst für den Stammgast bei Christmanns kein Bett frei war: Wenn Deine Frau sagt, spring vom Dache, dann bitte Gott, dass er`s niedrig mache: denn runter musste! Viele Grüße von Karl-Ernst Müller Träger des Bundesverdienstkreuz Wilhelmschachtweg 18 08056 Zwickau |